Concept Map/Begriffsnetz
Prinzip
Concept-Maps, auch Begriffsnetze genannt, stellen - ähnlich wie Mind Maps - Wissensstrukturen durch Verknüpfen von Begriffen in verzweigter, nicht linearer Form bildhaft-schematisch dar.
Concept-Maps sind ein ideales Werkzeug, um strukturiertes Lernen zu unterstützen. Anstelle einer quantitativen Zunahme des Wissens soll durch Strukturierung des Gelernten eine qualitative Verbesserung erreicht werden.
Das sinnvolle Anordnen und Verbinden der Einzelelemente fördert bei den Schülerinnen und Schülern aktive, konstruierende Lernprozesse. Dabei werden vorhandene Kenntnisse vertieft und der Aufbau differenzierter mentaler Bilder des Sachverhalts unterstützt. Durch das Herstellen neuer Bedeutungsnetze wird die Wissensstruktur verbessert.
Um eine Concept-Map erfolgreich, d. h. in sachlogisch und grafisch befriedigender Qualität konstruieren zu können, müssen die Schülerinnen und Schüler bereits über die vorkommenden Wissenselemente verfügen und Vorstellungen über die Art ihrer Verknüpfungen haben.
Es ist aber auch möglich, die Schüler mit Begriffen arbeiten zu lassen, die im Unterricht noch nicht behandelt wurden. Die Ergebnisse liefern dann Anhaltspunkte über das zu erwartende Vorwissen und die vorhandenen Vorstellungen der Schüler zu dem Thema.
Gestaltung einer Concept-Map
Technisch ist der Arbeitsaufwand für eine gute Concept-Map gering. Die ausgewählten Begriffe werden auf Folienschnipsel oder auf Kärtchen geschrieben, sinnvoll angeordnet und anschließend durch Linien, die zusätzlich beschriftet sein können, verknüpft.
Bei der Anordnung der Begriffe sollte man unbedingt darauf achten, dass sich die Linien insgesamt nicht mehr als einmal überkreuzen. Zu Gunsten einer übersichtlichen und die Schüler überzeugenden Struktur lieber einen oder noch besser, mehrere Begriffe weglassen. Die Suche nach den „richtigen" Begriffen, die eine klare und überschaubare Verknüpfung zulassen, ist meist sehr zeitaufwändig, macht aber auch die Komplexität vieler Sachverhalte und die vom Schüler erwartete Denkleistung deutlich.
Unterschiede zwischen Mind-Maps und Concept-Maps
Mind Maps haben nur einen zentralen Ausgangspunkt, während Concept Maps mehrere haben, die in Beziehung zueinander stehen. Beim Mind Mapping werden ausgehend von einem Thema als Mittelpunkt weitere Einzelheiten und Ideen als Abzweigungen notiert, von denen wiederum weitere Zweige und Unterverzweigungen abgehen.
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