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Ziele einer veränderten Aufgabenkultur

In den Jahren 1997 bis 2006 wurden international verschiedene Bildungsstudien durchgeführt: TIMSS 1997 untersuchte mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse der Schüler, Pisa1 2000 vor allem das Leseverständnis, Pisa2 2003 mathematische und Pisa3 2006 naturwissenschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten.Als ein Ergebnis forderte man eine Leseförderung als fachübergreifende Aufgabe und die stärkere Anerkennung von Mathematik und Naturwissenschaften als verständnisorientierte Unterrichtfächer.

Im Jahre 2004 veröffentlichte man nationale Bildungsstandards (BiSt), die inputorientierte Lehrpläne durch eine Outputorientierung in Verbindung einem Kompetenzenkatalog ersetzen sollten. Die Outputkontrolle wird durch die Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA 2004) verwirklicht. Es wird ein Kompetenzmodell eingeführt:

Man unterscheidet

  • Fachkompetenz,
  • Methodenkompetenz,
  • kommunikative Kompetenz und
  • den Kompetenzbereich Reflexion und Bewertung.

Diese Kompetenzen werden gefordert und gefördert, in den Prüfungen und im Unterricht. Die Entwicklung einer neuen Aufgabenkultur ist die Konsequenz. Bis 2007 sind die Länder angehalten, ihre Lehrpläne anzupassen.

Eine neue Aufgabenkultur zielt darauf ab,

  • die Entwicklung der von den Bildungsstandards geforderten Kompetenzen zu erleichtern.
  • die kritische Reflexion der eigenen Aufgabenpraxis innerhalb der eigenen Fachkonferenz anzustoßen und bestehende Aufgabensammlungen zu überarbeiten.
  • neue Erkenntnisse aus der Lehr- und Lernforschung zu berücksichtigen.

Die Inhalte dieses Textes sind aus folgender Webseite entnommen: http://www.dsbilbao.org/z/inhalt/fortbildungen/fortbildungsberichte.php?spra=deu&fbindex=15