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Auswirkungen auf das Arbeitsfeld "Schule"

Zum Umgang mit der neuen Kennzeichnung und Einstufung nach der CLP-Verordnung
(EU-GHS-Verordnung) besteht an Schulen derzeit eine gewisse Unsicherheit.

GHS (" Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien") gilt hinsichtlich der Kennzeichnungs- und der damit verbundenen Einstufungspflicht für die Inverkehrbringer (Inverkehrbringer eines Stoffes ist derjenige, der den Stoff in die EU einführt oder innerhalb der EU produziert und vertreibt. Ihm obliegt u. a. die Verpflichtung der richtigen Verpackung und Kennzeichnung.) von Chemikalien. Das sind Schulen nicht. Es wird von den Schulen allerdings erwartet, dass die Schülerinnen und Schüler sowie die sonstigen Beschäftigten in der Schule bereits mit dem neuen System zur Einstufung und Kennzeichnung vertraut gemacht werden.

In Schulen geht es zuvorderst um Tätigkeitsbeschränkungen, um Unterweisungen und Gefährdungsbeurteilungen. Hierfür stellen die Einstufungen der Gefahrstoffe die Grundlage dar. Diese haben weiterhin und gegebenenfalls auch noch bis 2015 auf der Basis der Gefahrstoffverordnung mit der bekannten Kennzeichnung erfolgen.

Die GUV SR 2003 und die KMK-AG-RiSU (Richtlinien zur Sicherheit im Unterricht) wollen bis zu ihren Veröffentlichungen Ende 2010 und in 2011 dort, wo dies bereits möglich ist, auf GHS hinweisen, allgemein und konkret.

Eine Verpflichtung zum Etikettendruck nach GHS ist damit nicht verbunden und bleibt grundsätzlich problematisch, zumal, wenn von GHS-Einstufungen wieder rückgeschlossen werden muss auf GefStoffV-Einstufungen, damit zum Beispiel eine Tätigkeitsbeschränkung rechtlich und praktisch nachvollzogen werden kann. Die GUV SR 2003 und die RiSU wollen, soweit möglich, behilflich sein und Informationen parallel zur Verfügung stellen.


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